CO-OP


Im ersten Teil dieses Workshops (am 1.und 2.Tag) wird der evidenzbasierte CO-OP Ansatz (Cognitive Orientation to Daily Occupational Performance) von Prof. Dr. Helene Polatajko und Kollegen (Kanada) vorgestellt und praktisch erprobt.
Der CO-OP-Ansatz ist auf verschiedenen Ebenen wissenschaftlich erforscht und in seiner Wirksamkeit evaluiert. Er wird v. a. in der Therapie von Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (UEMF) in den entsprechenden Versorgungsleitlinien als wirksam empfohlen. Darüber hinaus gibt es inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen bei CO-OP mit Erwachsenen und Klienten mit anderen Störungsbildern, wie z.B. Autismus, Apolex u.a.
Der CO-OP-Ansatz beruht auf dem betätigungsorientierten und klientenzentrierten Top-Down-Ansatz und auf aktuellen Theorien zum motorischen und kognitiven Lernen. Er befähigt Kinder mit Hilfe der globalen Problemlösungsstrategie und der geleiteten Entdeckung, eigene Strategien zu finden, um für sie bedeutsame Ziele zu erreichen. Dadurch gewinnen die Klienten Selbstvertrauen und erlernen Strategien auch andere Probleme im Alltag zu bewältigen. Generalisierung und Transfer sollen eine Übertragung in den Alltag gewährleisten.
Im Workshop werden die zugrunde liegenden Theorien vorgestellt und die Rahmenbedingungen aufgezeigt, die für die Entwicklung, Anwendung, Generalisierung und Transfer von kognitiven Strategien erforderlich sind. Neben der Vorstellung des CO-OP-Ansatzes und der Analyse von Videosequenzen werden die wesentlichen Elemente des CO-OP im Workshop praktisch erprobt, so dass die TeilnehmerInnen die nötigen Fertigkeiten zur Anwendung des CO-OP erwerben können.

Inhalte 1.und 2. Tag : CO-OP kennen lernen
- Kurzvorstellung des Störungsbild Umschriebene Entwicklungsstörung Motorischer Funktionen (UEMF)
- Theoretische Hintergründe und Forschungsergebnisse
- Einsatz kognitiver Strategien
- Dynamische Ausführungsanalyse
- Geleitete Entdeckung
- Elternbeteiligung/-beratung

Der Vertiefungstag (3. Tag) bietet die Gelegenheit sich über die mit CO-OP  gemachten Erfahrungen auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen.
Jetzt stehen die eigenen Fallbeispiele und Erfahrungen mit CO-OP im Mittelpunkt. Es werden u. a. spezifische Aspekte und die  Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen, den Schwierigkeiten und Erfolgen der Anwendung von CO-OP diskutiert.
Darüber hinaus wird auch ein Einblick über neuste Entwicklungen zum Thema gegeben. Weiterhin besteht die Möglichkeit mitgebrachte Videobeispiele zu analysieren und ggf. einzelne CO-OP-Vorgehensweisen praktisch zu vertiefen.

Inhalte Tag 3:  Vertiefen des Wissens über CO-OP und Erfahrungsaustausch
- Erfahrungsaustausch
- Videoanalysen
- Ideenpool
- Praktische Vertiefung
- Neue Entwicklungen

Empfehlung:
- Kenntnisse über klientenzentriertes und betätigungsorientiertes ergotherapeutisches Arbeiten sind sehr hilfreich für die Teilnahme an diesem Workshop
- Das Mitbringen von eigenen Fallbeispielen für den Vertiefungs-Tag (3. Tag), sehr gerne auch als Videosequenzen, bereichert diesen Workshop sehr!
- Literatur: Polatajko, H. u. Mandich, A. Ergotherapie bei Kindern mit Koordinationsstörungen – der CO-OP-Ansatz. Thieme, Stuttgart; 2008

Fortbildungspunkte: 24

Zielgruppe: Ergotherapeuten

3 Tage
Samstag, 23.09.2017, 09:30 - 17:30 Uhr
Sonntag, 24.09.2017, 09:30 - 16:00 Uhr
Samstag, 18.11.2017, 09:30 - 16:30 Uhr
3 Termin(e)
Christine Priß, Certified CO-OP Instructer, International CO-OP Academy, Ergotherapeutin (BSc.)
Christiane Quiring-Hessel
Ga1123
Bildungszentrum Betzingen, Haus B BZB, Gebäude B, Im Wasen 12, 72770 Reutlingen
359,00
Belegung: